Polynomics AG analysiert und gestaltet zentrale Fragestellungen im Gesundheitswesen mit wissenschaftlicher Tiefe und praktischem Bezug. In einer Reihe konkreter Projekte entstehen fundierte Entscheidungsgrundlagen für Politik, Verwaltung und Leistungserbringer. Im Fokus stehen Kosten, Effizienz und Strukturqualität: komplexe Zusammenhänge werden nachvollziehbar aufbereitet und in einen anwendungsorientierten Kontext gestellt.
Ein prägnantes Beispiel ist die Spitex-Benchmarking-Plattform. Leistungs- und Kostendaten verschiedener Spitex-Organisationen werden strukturiert erhoben, harmonisiert und systematisch verglichen. Die daraus abgeleiteten Kennzahlen ermöglichen eine präzise Standortbestimmung und geben Aufschluss über betriebliche Effizienz sowie strukturelle Verbesserungsmöglichkeiten in der ambulanten Pflege.
Ein Projekt befasst sich mit den volkswirtschaftlichen Kosten der Sucht in der Schweiz. Polynomics hat im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit untersucht, welche finanziellen Belastungen durch den Konsum legaler und illegaler Substanzen entstehen. Berücksichtigt wurden direkte Kosten im Gesundheits- und Justizwesen ebenso wie indirekte Auswirkungen durch Produktionsverluste und frühzeitige Pensionierungen. Die Studie ermöglicht eine differenzierte Einschätzung der gesamtgesellschaftlichen Folgen und schafft eine fundierte Grundlage für politische Entscheidungen.
Die ökonomische Bedeutung des Gesundheitswesens auf regionaler Ebene zeigt eine Analyse im Kanton Aargau. Untersucht wurden Beschäftigungszahlen, Wertschöpfung und regulatorische Rahmenbedingungen im Vergleich mit anderen Kantonen. Die Ergebnisse machen deutlich, welche Rolle der Sektor als wirtschaftlicher Faktor spielt und wie stark er zur regionalen Entwicklung beiträgt.
Im Bereich Prävention hat Polynomics eine Darmkrebsvorsorgekampagne begleitet, die in Kooperation mit Apotheken umgesetzt wurde. Die Evaluation zeigt, wie gut verschiedene Bevölkerungsgruppen erreicht wurden, welche Effekte das Programm hatte und wie der Mitteleinsatz im Verhältnis zum gesundheitlichen Nutzen steht. Die Analyse liefert wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung wirksamer und gleichzeitig wirtschaftlicher Vorsorgeangebote.
Bei der Evaluation des Normkostenmodells für die ambulante Psychiatrie hat Polynomics untersucht, wie sich das neue Vergütungssystem auf Effizienz und Anreizstrukturen auswirkt. Zum Einsatz kamen detaillierte statistische Analysen, die mögliche Verzerrungen sichtbar machten und Hinweise darauf gaben, wie tragfähig das Modell aus gesundheitspolitischer Sicht ist.
Auch im stationären Bereich bringt Polynomics seine Expertise ein – beispielsweise bei der Berechnung von Fallpauschalen im Rahmen von SwissDRG. In Zusammenarbeit mit Spitälern und Aufsichtsbehörden entstehen Benchmark-Modelle, die eine sachgerechte und nachvollziehbare Kalkulation der Basisraten ermöglichen. So wird ein Beitrag zu mehr Transparenz und Ausgewogenheit in der Finanzierung geleistet.
Diese und weitere Projekte zeigen, wie Polynomics komplexe Fragen im Gesundheitswesen aufarbeitet und in klare, belastbare Entscheidungsgrundlagen übersetzt. Immer mit dem Anspruch, ökonomische und strukturelle Zusammenhänge nachvollziehbar zu machen und Impulse für eine sachlich fundierte Weiterentwicklung des Systems zu geben, https://www.polynomics.ch
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